Mit einem Trick will Mercora IM (Individual Modulation) Radio den Anwälten der Musikindustrie ein Schnäppchen schlagen: Da das Kopieren von Musik verboten ist, nicht aber das Anhören von kopierter Musik, ermöglicht es die Technik von Mercora Musik anzuhören, die auf fremden Festplatten liegt. Das Prinzip soll Internetradio nicht unähnlich sein, womit man sich auf der rechtlich sicheren Seite wähnt. Um zunächst erst einmal auf die Beine zu kommen hat Mercora kürzlich 5 Millionen Dollar erhalten. Nicht schlecht für den Anfang.
Für uns unbescholtene Bürger, die nie eine fremde LP auf MC kopiert haben und auch die Ihre Un-CDs noch im Laden kaufen, hat das wohl die Konsequenz, dass demnächst noch lauter nach der GEMA-Abgabe und GEZ-Gebühr für PCs gerufen wird. Raubkopierer zahlen ohnehin keine GEZ.
Stefan Weiß, Futurelab




Hm? Wie? "Unbescholtene Bürger"... was ist das für ein Unsinn? Natürlich will ich die Kulturflatrate mit Micropayment-Abrechnung für die Komponisten. Schliesslich soll das Recht auf die Privatkopie bei gleichzeitiger Vergütung für die Urheber erhalten bleiben. Tatsächlich bezahlen wir bereits GEMA auf PCs (Brenner und Rohlinge) und die GEZ-Abrechnung wird sich auch nicht dauerhaft verhindern lassen. Wozu auch? Und wozu sollten Raubkopierer (Besitzer eines illegalen Kopierwerks) denn GEZ abdrücken? Die haben eh keine Zeit zum Radiohören...
Kommentiert von: Fritz Effenberger | 26. Januar 05 um 16:45