Der Pranger war schon im Mittelalter ein probates Mittel um Schandtaten in den Blick der Öffentlichkeit, damals war es der Marktplatz, zu stellen. Heutzutage gibt es den Pranger nicht mehr, obwohl .... Martin Röll hatte vor einiger Zeit eine Spam-Email von einem deutschen Versender von E-Mails bekommen. Er hat daraufhin die E-Mail mit den Versenderdaten auch "an den Pranger" gestellt, in dem er die Information in seinem Weblog gepostet hat.
"Ich hatte gerade einen Anruf von einem Spammer, dessen Spammen ich bei mir im Newsfeed dokumentiert hatte. Er informierte mich, dass er gerade einen Auftrag über 4000 Euro verloren hatte, weil ein Kunde seinen Unternehmensnamen gegoogelt und meinen Eintrag gefunden hatte."
Was können wir daraus lernen?
Nicht jedem scheint bewusst zu sein, dass er durch eine dumme Spammail plötzlich zur Zielschreibe in der Öffentlichkeit werden kann, die via Weblog und Google auch in das Licht der Öffentlichkeit gerückt wird, wenn man gerade überhaupt nicht damit rechnet.
Nicht jedem ist wirklich schon klar, dass man mit Spammails Mitmenschen nerven kann und diese dann zu den entsprechenden Massnahmen greifen. Das UWG greift auch schon heute, wenn es darum geht, Spammail abzumahnen.
Röll schreibt weiter:
"Ich habe den Newsfeedeintrag gelöscht. Es hilft niemanden, wenn der Mann und seine Firma auf ewig gebrandmarkt sind. Mögen sie in Zukunft ihr Geschäft auf anständigere Art betreiben."
Vielleicht ist manch Einem noch gar nicht bewusst, was eigentlich erlaubt ist, in Sachen E-Mail Versand. Deshalb sollte jeder, der professionell Werbung mit E-Mail oder Newsletter betreiben will, sich genau nach den Richtlinien erkundigen. Oder besser noch einen seriösen Anbieter für derlei Dienste suchen. Das ist allemal billiger als einen Kunden und den guten Ruf zu verlieren.




Ja, das Problem ist wohl, wenn man selbst lange genug mit einer Technologie oder einem Thema arbeitet, vergisst man nur zu leicht, dass es draussen noch Millionen von Menschen gibt, die darüber noch nie was gehört haben.
Selbst wenn ich bekannte Marken höre und denke, die müsste doch "jeder" kennen, bin ich manchmal doch sehr verwundert, dass die Marken es nichtmal auf 50 Prozent bringen.
Wie soll es dann die Tatsache, dass zu Unterscheiden was Spam ist, plötzlich in allen Köpfen vorhanden sein.
Kommentiert von: Siegfried Hirsch | 03. Februar 05 um 14:05
> Vielleicht ist manch Einem noch
> gar nicht bewusst, was eigentlich
> erlaubt ist, in Sachen E-Mail Versand.
In der Tat. Den Satz "Aber das ist doch ein Angebot, das die Leute interessiert. Das ist doch dann kein Spam." höre ich leider noch viel zu oft...
Kommentiert von: Nico Zorn | 01. Februar 05 um 14:39