Obwohl MS Word mit der Version 2003 nun endlich XML-fähig wird, scheint das niemand wirklich mitzubekomment. Insbesondere bei denjenigen, die große Textbestände bearbeiten und in verschiedenen Medien bzw. Plattformen publizieren müssen, sollte Jubel angesagt sein. Aber man hört nichts – nichts von denen, die vierteljährlich ihre Unternehmenskennzahlen publizieren müssen – nichts von denen, die viele verschiedene Varianten von technischen Dokumentationen verwalten müssen – nichts von denen, die Fachinformationen publizieren – nichts von denen, die all die Daten wiederauffindbar und für lange Zeit nutzbar archivieren müssen.
Was ist los? Weiß keiner davon oder ist nicht klar, wie diese XML-Fähigkeit funktioniert? Weiß man nicht, was man damit anfangen soll? Oder hat Microsoft mit XML zwar eine tolle Zusatzfunktionalität geschaffen, aber vergessen, es ordentlich zu kommunizieren?
Auf der Microsoft-Website tut man sich jedenfalls schwer, fundierte Informationen zur XML-Fähigkeit des Office-Pakets zu finden.
Ursula Welsch




XML ist was für's Backend, den Anwender, der vor Word sitzt, interessiert es herzlich wenig, wie seine Daten auf Platte gespeichert werden. XML ist auch eher etwas für strukturierte Daten und das ist bei Word-Dokumenten nicht immer der Fall - ausser bei den im Artikel genannten Beispielen. Und stark strukturierte Daten würden ohnehin eher in Access, Excel oder Outlook-Formularen landen. Da bleibt man dann eben beim altbekannten ".doc" und kann die Dateien dann auch noch mit den weit verbreiteten früheren Word-Versionen öffnen, die an XML kläglich scheitern würden.
Kommentiert von: Christian Zalto | 04. Februar 05 um 10:08
Genau!
Was soll ich damit anfangen, dass Word nun als XML-Datei verfügbar ist, solange ich den Text bearbeiten kann?
XML macht doch eigentlich nur Maschinen wirklich Spass - oder seh ich da was falsch?
Kommentiert von: Siegfried Hirsch | 03. Februar 05 um 14:06