Es gibt Agenturen, die nichts anderes machen, als von bestimmten Personen ein Dossier mit allem zu erstellen, was über sie im Internet gefunden wird. Auftraggeber sind nicht etwa Polizei oder Geheimdienst, sondern meist Firmen.
Wer sich bei einer Firma bewirbt muss damit rechnen, dass Informationen über einen eingeholt werden. Ein ehemaliger Kollege hat sich schon vor Jahren einen Spaß daraus gemacht, alte Privatbilder aus der Schulzeit, verkaufte Autos etc. von Personen im Internet aufzuspüren. Was früher lustig schien, entwickelt sich zu einem ernsten Problem für die Privatsphäre und für die Karriere.
Nur wenigen dürfte mit entsprechenden Fotos und Videos aus jungen Jahren eine Karriere wie Joschka Fischer gelingen.
„Atze Schröder“ hat gegen die Nennung seines richtigen Namens sogar Wikipedia verklagt – dabei kann diesen jeder beim Deutsches Patent- und Markenamt nachschlagen. Im Internet nicht gefunden zu werden, ist eine Kunst, die kaum gelingt – 9.550 Seiten findet zumindest Google zum richtigen Namen von Atze Schröder.
Für all diejenigen, die sich nur mal schnell über jemanden informieren möchten, gibt es die Suchmaschine spock, die sich auf Personen spezialisiert hat.
Ich selbst lehne zum Schutz meiner Privatsphäre die Nutzung von Payback-Karten etc. ab – meinen Lebenslauf kann jedoch jeder leicht im Internet rekonstruieren.
Holger Schulz, www.internet-marketing-inside.de



